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Marcel Keule

geboren am 11. Februar 1985 in Landau in der Pfalz
gestorben am 7. Juni 2026 in Landau

Lieber Marcel,


es ist nicht leicht einen Menschen los zu lassen.

Wir hätten dich gerne noch bei uns behalten aber in unserer Erinnerung bist du lebendig.


Dein Lachen klingt noch in unseren Ohren,

dein Bild ist in unseren Herzen,

deine Worte begleiten uns.


Du bist in unserem Leben gegenwärtig.


Die Liebe, die uns verbunden hat, sie hört nie auf.


Du fehlst uns.


Wir freuen uns über jede Geschichte, jeden Gruß, jede stille Kerze, die ihr mit uns teilt.


Dei Family 🫶🏻

Kerze

Cathrin und Daniel mit Leonie und Maximilian
entzündete diese Kerze am 1. Juli 2026 um 21.22 Uhr

Lieber Marcel,

es ist ein komisches Gefühl, heute hier zu stehen – und zu wissen, dass ich nicht noch einmal mit dir sprechen kann. Dass ich dir nicht mehr sagen kann: „Überdenk das nochmal.“ Manchmal hätte ich dir auch einfach gerne noch einmal einen Tritt in den Allerwertesten gegeben.

Du hattest deine Ecken und Kanten – wie wir alle. Der eine kam besser damit klar, der andere weniger. Aber im Grunde warst du einfach: Marcel.

Marcel der gradlinig und hilfsbereit war und vor allem warst du ein liebevoller Vater für deinen Sohn Leon.
Leon war dein Ein und Alles. Für ihn wärst du durch die Hölle gegangen. Hauptsache, es geht ihm gut. Eines ist sicher: Deinen Mut und deine Stärke hat er geerbt. Leon seine Liebe zu dir lässt sich kaum für uns in Worte fassen.

Nach der Trennung von Jule hast du immer gesagt, dass sie einen tollen Job macht. Auch wenn ihr nicht immer einer Meinung wart – du warst stolz darauf, dass sie die Mutter deines Sohnes ist.

Ich erinnere mich, wie du uns ganz selbstverständlich geholfen hast, unseren Parkplatz auszubaggern. Ohne viele Worte hast du einfach gemacht. In deinem Element konnte dir niemand etwas vormachen. Der Bagger, die Walze – das war deine Welt. Wenn du darauf gesessen hast, hast du gestrahlt, hast aus vollem Herzen gelacht. Während alle anderen schon nervös wurden, warst du ganz bei dir. Es war deine Leidenschaft – und das hat man gespürt.

Du hast dir so viel Mühe gegeben, uns alles zu erklären – wie man die Schaufel hält, wie man arbeitet. Wir konnten uns viel abschauen, aber ehrlich gesagt: So gut wie du konnte es keiner.

Aber wie bei einer Medaille gab es auch die andere Seite.
Du hast uns viele schlaflose Nächte beschert, manchmal Kopfschütteln verursacht und unzählige Angstmomente ausgelöst. Dein Leben war eine einzige Achterbahnfahrt voller Risiken und Gefahren. Du warst getrieben vom Nervenkitzel, hast immer wieder die Grenze gesucht – und bist oft noch einen Schritt weiter gegangen, um sie zu überwinden.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hatten wir auch großen Respekt vor deinem Mut und deiner Stärke. Du hast dein Leben so intensiv gelebt, wie es nur wenige tun und das schon von Kindesbeinen an.

Dann kam deine Erkrankung. Auch da hast du versucht, etwas zu verändern. Aber es war schwer. Du hattest deinen eigenen Kopf, deinen eigenen Weg – und wolltest dein Leben einfach genießen.

In diesem Winter hast du uns so viele Videos aus der Schweiz geschickt – von deinen Abfahrten. Dein Handy war voll, und unseres irgendwann auch. Wir haben oft telefoniert, manchmal stundenlang. Und ja, manchmal waren wir auch genervt von den vielen Anrufen und den gleichen Themen.

Aber heute wissen wir: Du hast uns einfach an deinem Leben teilhaben lassen. Und wir haben vielleicht nicht immer erkannt, was dahintersteckte.

Dein Wunsch war es, allen Kindern das Snowboardfahren beizubringen – deine zweite große Leidenschaft. Der Schnee war dein Ausgleich, dein Rückzugsort.

Immer wieder hast du gefragt, ob wir dich besuchen kommen. Ob wir gemeinsam fahren. Aber die Zeit hat nicht immer mitgespielt – weder deine noch unsere.

In unseren letzten Gesprächen ging es oft um Heimat. Und um deine Schwester Jenny. Liebevoll hast du sie „mei Dickerle“ genannt. Und jeder wusste: Diesen Spitznamen durfte nur einer benutzen – du.

Überhaupt waren diese Spitznamen deine Art zu zeigen, dass dir jemand wichtig ist..

In unserem letzten Telefonat hast du mir noch gesagt, wie sehr du dich freust, wieder in die Heimat zu kommen. Und dann kam plötzlich diese Nachricht: Du bist nicht mehr da.

Es war so unreal. Wir hatten doch gerade noch gesprochen.

Jetzt ist es still. Keine Zappelei, kein Hin- und Herwackeln – einfach nur Stille. Als wäre die Zeit angehalten.

Wir versuchen, uns an die schönen Momente zu erinnern. Immer wieder merken wir: Man kann nicht mehr einfach zum Handy greifen, um dich anzurufen.

Marcel, wir wünschen dir, dass du da oben deinen Frieden gefunden hast. Vielleicht stehst du gerade auf einem Board und zeigst den anderen, wie es richtig geht oder springst mit deinem Gleitschirm von der Madenburg.

Vielleicht bist du auch einfach ein Stern an einem warmen Sommerabend – wenn wir zusammensitzen, grillen und auf dich anstoßen.
Denn das werden wir tun.
Deine Mama, dein Papa, deine Schwester, Leon, deine Familie und Freunde werden dir für immer ein ehrendes Gedenken bewahren. Du behältst immer deinen Platz in unserer Mitte.

Wir werden an dich denken.

Und wir werden dich nicht vergessen.


Deine Caddel und die ganze Family

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Stimmungsbild

Jens Hantke
schrieb am 1. Juli 2026 um 13.07 Uhr

Unser aufrichtiges Beileid.

"Gute Reise mein Freund !"

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Mittwoch, 1. Juli 2026 14.00 Uhr